Der erste Formteil ist der Glockenkern. Er entspricht ganz genau dem Inneren der zu gießenden Glocke. Zunächst wird er grob aus Ziegelsteinen aufgemauert. Danach folgen Lehmschichten, die Schicht für Schicht mit der Schablone abgezogen werden. Es kann erst dann eine neue Lehmschicht aufgetragen werden, wenn die vorige Schicht bereits getrocknet ist. Aus diesem Grund wird im Inneren der Formen ein Brikettfeuer unterhalten.

Die Falsche Glocke wird über den Glockenkern geformt.

Die nächste Aufgabe besteht darin, den zweiten Teil der Glockenform - die sogenannte “Falsche Glocke” - zu formen. Mit Hilfe der Schablone werden auf den fertigen Glockenkern weitere Lehmschichten aufgetragen, die dann eben diese falsche Glocke bilden. Danach klebt man die Inschriften und Verzierungen aus Wachs, die später auch auf der richtigen Glocke erscheinen sollen, auf. Das Wachs schmilzt, wenn die Form erhitzt wird, hat sich aber vorher als Negativ in den Glockenmantel, den nächsten Formteil, abgedrückt.

verschiedene Glockenkerne

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